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Angebote nachfassen

Das Angebot ist raus. Und dann?

Herr Schmidt ruft nach, fragt nach dem Stand, nimmt Einwände auf und meldet zurück, woran es hängt.

Bestehende Geschäftsbeziehung
Alle Einsatzfälle

Beim Nachfassen ruft ein Sprachassistent Empfänger offener Angebote an und klärt, ob das Angebot angekommen ist, wie der Stand der Entscheidung ist und was noch fehlt. Angebote, die nie nachgefasst werden, laufen ohne Antwort aus — nicht, weil sie abgelehnt wurden, sondern weil sie in Vergessenheit geraten.

Kommt dir bekannt vor?

Die Lage, aus der heraus danach gesucht wird

Angebote gehen raus und verschwinden. Nach drei Wochen weiß niemand, ob sie abgelehnt, vergessen oder nie gelesen wurden.

Nachfassen fühlt sich unangenehm an, deshalb wird es aufgeschoben. Und je länger es aufgeschoben wird, desto unangenehmer wird es.

Die Information, warum ein Angebot nicht angenommen wurde, ist mehr wert als das Angebot selbst — sie wird nur fast nie erhoben.

Ablauf

So läuft der Anruf

  1. 1

    Zum vereinbarten Zeitpunkt

    Nachgefasst wird nach der Frist, die im Angebot steht, nicht nach Gefühl. Wer zwei Tage nach dem Angebot anruft, drängt; wer nach sechs Wochen anruft, ist zu spät.

  2. 2

    Nach dem Stand fragen, nicht nach dem Ja

    Die Eröffnung ist eine Frage nach dem Stand der Entscheidung, nicht nach der Zusage. Das ist der Unterschied zwischen einem Gespräch und einem Verkaufsdruck, der die Tür schließt.

  3. 3

    Einwände aufnehmen, nicht wegdiskutieren

    „Zu teuer“ ist eine Information. Herr Schmidt fragt nach, womit verglichen wird, und meldet die Antwort zurück — statt an Ort und Stelle einen Rabatt zu erfinden.

  4. 4

    Ergebnis dokumentieren

    Jedes Nachfassen endet mit einem festgehaltenen Stand: offen, verloren mit Grund, oder Wiedervorlage mit Datum. Ein Angebot ohne Status ist ein Angebot, das nochmal jemand anfassen muss.

Ehrlich bleiben

Wofür das nicht taugt

  • Für Preisverhandlungen. Herr Schmidt gibt keine Rabatte und macht keine Zugeständnisse — was verhandelt wird, gehört zu dir.
  • Für Angebote, bei denen die Beziehung heikel ist. Wo ein Konflikt im Raum steht, gehört das Gespräch nicht an ein System.
  • Als Dauerschleife. Nach zwei erfolglosen Anläufen ist die Antwort ein Nein, auch wenn sie nicht ausgesprochen wurde.

Was rechtlich gilt

Bestehende Geschäftsbeziehung

Zulässig im Rahmen der laufenden Beziehung. Ein Anruf zu einem fremden Thema fällt nicht darunter.

Wer ein Angebot angefordert oder erhalten hat, steht in einem laufenden Vorgang. Der Anruf dazu ist keine Werbung, sondern die Fortsetzung eines Vorgangs, den der Kontakt selbst angestoßen hat. Die Grenze verläuft am Thema: Ein Anruf über das offene Angebot ist gedeckt, ein Anruf über ein anderes Produkt bei derselben Gelegenheit nicht.

Ausführlich im Lexikon: Kaltakquise und § 7 UWG. Das ist eine Einordnung der Rechtslage und keine Rechtsberatung für deinen Einzelfall — wer regelmäßig ausgehend telefoniert, sollte den eigenen Ablauf einmal anwaltlich prüfen lassen.

FAQ

Häufige Fragen zu beim Nachfassen

Standardmäßig zweimal, in wachsendem Abstand. Wer öfter anruft, bekommt keine bessere Antwort, sondern eine schlechtere Beziehung.

Der Grund wird erfragt und festgehalten. Diese Sammlung ist nach einem halben Jahr die brauchbarste Marktforschung, die ein Betrieb haben kann — sie kostet nichts extra und beruht nicht auf Vermutungen.

Er kann wiedergeben, was im hinterlegten Firmenwissen steht — Leistungen, Umfang, Bedingungen. Was dort nicht steht, erfindet er nicht, sondern gibt die Frage weiter.

Hör selbst, wie das klingt.

Formular ausfüllen — Herr Schmidt ruft dich an und führt genau dieses Gespräch einmal mit dir. Unverbindlich, und du hörst vorher, was deine Kontakte hören würden.

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