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Künstliche Intelligenz

Stimmklonen (Voice Cloning)

Kurz gesagt

Beim Stimmklonen wird aus Aufnahmen einer Person eine künstliche Stimme erzeugt, die dieser Person ähnelt. Technisch genügen dafür heute wenige Minuten Material. Rechtlich ist die Stimme einer Person Teil ihres allgemeinen Persönlichkeitsrechts — eine Nachbildung ohne Einwilligung ist deshalb kein technisches, sondern ein rechtliches Problem.

Ausführlicher

Für Betriebe klingt die Idee zunächst reizvoll: Der Assistent spricht mit der Stimme des Chefs, Anrufer erkennen sie wieder. Die Kehrseite ist, dass genau diese Wiedererkennung die Täuschung ist, gegen die die Transparenzpflicht des EU AI Act gerichtet ist — der Anrufer muss erfahren, dass er mit einer KI spricht.

Beides zusammen ist möglich, aber nur in dieser Reihenfolge: erst der Hinweis, dass es sich um eine KI-Assistenz handelt, dann meinetwegen eine vertraute Stimme. Wer die Stimme benutzt, um den Hinweis zu ersparen, hat das Problem, nicht die Technik.

Getrennt davon zu betrachten ist der Missbrauch durch Dritte: Betrugsanrufe mit geklonten Stimmen von Angehörigen oder Vorgesetzten nehmen zu. Für Betriebe heißt das vor allem, telefonische Zahlungsanweisungen nicht allein anhand einer bekannten Stimme zu befolgen.

Was das für deinen Betrieb heißt

Bei MitFrauSchmidt spricht eine eigene Stimme, und sie sagt zu Gesprächsbeginn, dass sie eine KI-Assistenz ist. Das ist keine Zurückhaltung aus Vorsicht, sondern die einfachere Rechtslage: Ein Anrufer, der es weiß, kann sich nicht getäuscht fühlen — und ein Betrieb, der es sagt, muss es später nicht erklären.