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Betrieb

Triage

Kurz gesagt

Triage bezeichnet das Einordnen ankommender Anliegen nach Dringlichkeit, bevor sie bearbeitet werden. Der Begriff stammt aus der Notfallmedizin und beschreibt in der Telefonie den Schritt, in dem entschieden wird, ob ein Anruf sofort jemanden alarmiert oder in die reguläre Bearbeitung geht.

Ausführlicher

Triage setzt drei Dinge voraus: klar benannte Kriterien, gezielte Rückfragen und eine feste Konsequenz je Stufe. Ohne Kriterien wird aus Triage eine Einschätzung nach Bauchgefühl — und die richtet sich am Telefon nach der Lautstärke des Anrufers statt nach der Sache.

Für Betriebe ist der häufigste Fehler, die Stufen zu fein zu machen. Zwei oder drei genügen fast immer: sofort alarmieren, heute erledigen, in die Liste. Wer fünf Stufen definiert, entscheidet in der Praxis wieder aus dem Bauch.

Die Rückfragen sind der Teil, der Triage von Sortieren unterscheidet. „Kommt das Wasser aus einer Leitung oder von außen“ ist keine Neugier, sondern das, was die Stufe bestimmt.

Was das für deinen Betrieb heißt

Schreib die Kriterien einmal auf, statt sie im Kopf zu haben. Sie sind gleichzeitig die Einstellung für jede Telefonannahme und der Maßstab, an dem sich messen lässt, ob richtig eingeordnet wurde. Frau Schmidt arbeitet genau danach — sie erfindet keine Dringlichkeit, sie wendet deine an.